Mautsätze

Seit dem 1. Januar 2015 gelten neue Mauttarife für Lkw ab 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in Deutschland. Diese neuen Mauttarife werden im Bundesfernstraßenmautgesetz festgeschrieben. Sie basieren auf den Erkenntnissen des aktuellen Wegekostengutachtens, das 2014 veröffentlicht wurde. Danach werden ab 2015 die Kosten für die Luftverschmutzung, die die Lkw verursachen, in die Mautbeträge eingerechnet. Die Höhe dieses Mautanteils ist von der Schadstoffklasse abhängig.

Schadstoffklassen

* PMK – Partikelminderungsklassen sind Nachrüstungsstandards zur Senkung des Partikelausstoßes. Für Kategorie D wird die PMK 1oder höher, für Kategorie C die PMK 2 oder höher benötigt.

Mautsätze pro Kilometer

** Die Tandemachse zählt als zwei Achsen, die Tridemachse zählt als drei Achsen. Lift- und Hubachsen werden stets berücksichtigt, unabhängigdavon, ob eine Fahrzeugachse während der Beförderung beansprucht oder hochgefahren ist, also keinen Fahrbahnkontakt hat.Der Mautpflichtige ist verpflichtet, auf Verlangen des Bundesamtes für Güterverkehr die Richtigkeit aller für die Mauterhebung maßgeblichenTatsachen durch Vorlage geeigneter Unterlagen nachzuweisen (§ 5 BFStrMG i. V. m. § 7 LKW-MautV). Bei allen in Deutschlandzugelassenen Lkw kann die Schadstoffklasse insbesondere durch den Fahrzeugschein, die Zulassungsbescheinigung Teil I oder denKraftfahrzeugsteuerbescheid nachgewiesen werden (§ 8 LKW-MautV).Bei nicht in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen gelten zeitlich abgestufte Vermutungsregeln, wenn die Schadstoffklasse nicht aufandere Weise, insbesondere durch Unterlagen über die Erfüllung bestimmter Umweltanforderungen im CEMT-Verkehr (Conférence Européennedes Ministres des Transports – Konferenz der Europäischen Verkehrsminister), nachgewiesen werden kann (§ 9 LKW-MautV).Der Mautpflichtige trägt die Darlegungs- und Beweislast für alle mauterheblichen Tatsachen. Ein Verstoß gegen die Nachweispflicht istbußgeldbewehrt.